LINZimPULS 2010
Die Stadt Linz schreibt das Förderprogramm LINZimPULS 2010 in der Höhe von Euro 90.000,– aus. Der LINZimPULS unterstützt freie KünstlerInnen, Kulturschaffende und die Freie Szene in Linz, er verdeutlicht deren Potenzial und Wirkung auf das Linzer Kunst- und Kulturgeschehen und trägt damit zur nachhaltigen Stärkung dieses Bereiches bei.
1. INHALTLICHE AUSRICHTUNG
1.1. PROJEKTINHALT
Es gibt vielfältige Gründe dafür, dass im städtischen Raum Gebäude leerstehen und Flächen ungenutzt brachliegen: zu ihnen können etwa spekulative Preistreiberei oder die Abwanderung von BewohnerInnen zählen, mangelnde finanzielle Ressourcen für die Sanierung und Renovierung oder einfach nur fehlende Nutzungsideen. Auch der Umgang mit diesen Gebäuden und Flächen ist von Ort zu Ort unterschiedlich: generelle Nutzungsverbote, Besetzung/Squatting oder temporäre Zwischennutzungen durch künstlerische Projekte sind hier zu nennen.
Wie sieht die Situation in Linz aus? Wie geht die Stadt selbst mit Leerständen und brachliegenden Flächen um? Wie sieht die Geschichte der Nutzbarmachung von Räumen durch Kunst und Kultur in Linz aus? Was wäre aus der Initiative „rund um die Stadtwerkstatt in den späten 1970er-Jahren“ geworden, wenn es nicht zur Besetzung eines Hauses gekommen wäre? Wie geht die Stadt mit aktuellen Beispielen wie etwa den Tabakwerken um? Ist es legitim, leere Gebäude ohne Einverständnis der BesitzerInnen zu nutzen? Transformieren sie sich dadurch in eine Art des öffentlichen Raums? Sind Brachflächen nicht per se eine Einladung zum kreativen Umgang mit ihnen? Macht es einen Unterschied, ob leerstehende Gebäude der öffentlichen Hand oder privaten EigentümerInnen gehören? Dienen temporäre Zwischennutzungen nur der Aufwertung der Objekte bzw. Stadtteile? Was können Kunst- und Kulturschaffende dazu beitragen, um den Themenkomplex „Leerstände / Temporäre Zwischennutzungen / vorübergehende Überlassung von Räumen“ in Linz verstärkt in die öffentliche Aufmerksamkeit zu rücken? Welche unkonventionellen Formen der Nutzung von Leerständen und Brachflächen bieten sich in Linz an (Konzerte, Offspace, Artist-in-residence Projekte, aktionistische Interventionen, …)?
1.2. ZIELSETZUNG
Ziel des diesjährigen LINZimPULS-Programms ist es, sich mit dem Themenkomplex „Leerstände / Temporäre Zwischennutzungen / vorübergehende Überlassung von Räumen“ in Linz kritisch auseinander zu setzen, gängige Praktiken zu hinterfragen und das Potential alternativer Konzeptionen und Zugangsweisen aufzuzeigen.
1.3. ZIELGRUPPEN
2. AUSWAHLPROZESS
2.1. JURIERUNG
Die fünfköpfige Jury setzt sich aus unabhängigen ExpertInnen aus dem Bereich der zeitgenössischen Kunst und Kulturarbeit zusammen. Die Zusammensetzung der Jury ist mit Ausschreibungsbeginn unter http://www.linz.at/kultur abrufbar.
Als Ergebnis des Bewertungsprozesses wird die Jury Ende Mai eine Reihung der positiv bewerteten „LinzEXPOrt“-Einreichungen vornehmen und dem Kulturreferenten bzw. dem Stadtsenat als zuständige Entscheidungsorgane zur Bewilligung vorschlagen. Anschließend werden alle BewerberInnen über das Ergebnis der Jurierung schriftlich informiert.
2.2. BEWERTUNGSKRITERIEN
2.3. FÖRDERSUMME
Mit der Gesamtsumme von Euro 90.000,– werden rund sechs eingereichte „Vorhaben” gefördert.
Dabei kann die Fördersumme unterschiedlich verteilt werden. Die ausbezahlte Fördersumme gilt als Pauschale.
3. BEWERBUNG
3.1. BEWERBUNGSUNTERLAGEN
Alle Einreichungen in siebenfacher Ausführung müssen folgende Informationen und Unterlagen enthalten:
1) Vollständig ausgefüllter Bewerbungsbogen
2) Ausführliche Projektbeschreibung mit Darstellung der Inhalte und Ziele (max. 10 Seiten). Bereits begonnene oder durchgeführte Projekte können nicht eingereicht werden.
3) Detaillierter Ablaufplan über die Art der Realisierung (Projekte und Arbeitsvorhaben müssen spätestens mit März 2011 abgeschlossen sein.)
4) Eine Darstellung der bisherigen künstlerischen/kulturellen Aktivitäten der bewerbenden Initiative bzw. der Bewerberin/des Bewerbers (Kurzbiographie, Werkverzeichnis, evt. Diplom, Pressekritiken u.a. Referenzen)
5) Möglichst genaue Kalkulation der notwendigen finanziellen Mittel (ev. Anbote), inkl. der Einnahme zur Kostenfinanzierung
6) Kurzbeschreibung des Projekts (max. 1000 Zeichen) und Kurzfassung der Selbstdarstellung (500 Zeichen)
Wünschenswerte Information:
7) Darstellung von Genderaspekten
Die Bewerbungsunterlagen werden vom Büro Linz Kultur nicht retourniert. Für zusätzliche, dem Bewerbungsschreiben beigefügte Materialien (Videos, CDs, DVDs, Publikationen etc.) übernimmt das Büro Linz Kultur keine Haftung. Ist es Wunsch der Bewerberin/des Bewerbers, dass der Einreichung beigefügte Materialien (CDs, DVDs, Videos, Fotos, Pläne, Kataloge, Bildbände etc.) den Jurymitgliedern in Originalqualität und im Vorfeld der Jurysitzung übermittelt werden, dann ist eine Beistellung dieser Materialien in siebenfacher Ausfertigung notwendig.
3.2. BEWERBUNGSFRIST
Bewerbungen müssen bis spätestens 27. April 2010 (Datum des Poststempels) unter Verwendung des Bewerbungsbogens und mit den notwendigen Informationen bei der folgenden Adresse eingereicht werden:
3.3. EINREICHSTELLE
Magistrat Linz / Büro Linz Kultur
Kennwort „LINZimPULS“
Pfarrgasse 7
A-4041 Linz
Eine Einreichung auf elektronischem Wege ist bis zur Bewerbungsfrist (bis 24:00 Uhr des Stichtages) auch an kulturausschreibungen@linz.at möglich.
Die ExpertInnenjury wird die eingereichten Vorschläge vor allem unter dem Aspekt der oben dargestellten inhaltlichen Kriterien überprüfen. Darüber hinaus werden auch die folgenden Aspekte diskutiert und bewertet:
➝Innovatives Potential
➝Schlüssigkeit der Ambition und Realisierbarkeit
➝Nachhaltige Wirkung auf die Linzer Kunst- u. Kulturszene
Die Ausschreibung von LINZimPULS 2010 richtet sich an alle freiberuflich tätigen KünstlerInnen und KulturarbeiterInnen – unabhängig von ihrer Staatsbürgerschaft – mit Linz-Bezug.
Der Linz-Bezug ist dann gegeben, wenn die Künstlerin oder der Künstler ihren/seinen Hauptwohnsitz in Linz hat oder Linz als dauerhafte Stätte ihrer/seiner kreativen Arbeit und künstlerischen Produktion oder Präsentation gewählt hat. Der Linz-Bezug ist auch aus einem nachweislich kontinuierlichen Engagement in einer Linzer Kultureinrichtung, KünstlerInnenvereinigung oder Kulturinitiative ableitbar, das den Umfang einer rein ehrenamtlichen Tätigkeit oder bezahlten Nebenbeschäftigung überschreitet und maßgeblich zur nachhaltigen Weiterentwicklung von Kunst und Kultur der Stadt im Sinne des Linzer Kulturentwicklungsplans (KEP) beitragen kann.
LINZimPULS wird auch an künstlerische und kulturelle Vereinigungen, Initiativen und Projektgruppen (unabhängig von der Rechtsform) vergeben, die im Bereich der zeitbezogenen, innovativen Kunst- und Kulturarbeit kontinuierlich tätig sind und ihren Sitz in Linz haben.
MagistratsmitarbeiterInnen und MitarbeiterInnen von städtischen Gesellschaften und Betrieben, hauptberuflich tätige Bedienstete des Landes Oberösterreich, des Bundes und anderer öffentlicher Körperschaften sind von dieser Fördermöglichkeit ausgeschlossen.
| Adresse |
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Linz Kultur / Abteilung Kunst-, Kultur und Projektförderung Pfarrgasse 7, 4041 Linz Tel.: +43 732 7070 E-Mail.: kulturfoerderung@linz.at http://www.linz.at |
Montag bis Freitag 7 bis 18 Uhr
Bürgerservice Center
Neues Rathaus
Hauptstraße 1 - 5, 4041 Linz
info@mag.linz.at
+43 732 7070
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